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Einblicke in das Leben von Paranusssammler*innen im südwestlichen Amazonasgebiet

Einblicke in das Leben von Paranusssammler*innen im südwestlichen Amazonasgebiet

Mit:

Claudia Pinzón: Doktorandin an der Freien Universität Berlin

Rebecca Froese: Doktorandin an der Universität Koblenz-Landa

Diana Figueroa: MA in Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin

Eintritt frei, Spenden willkommen. Bis die volle Kapazität erreicht ist, 30/40 Personen.

Dank der außergewöhnlichen Vermarktung unter dem Label „Superfood“ haben Lebensmittel wie Açaí, Quinoa, Paranüsse und Chiasamen ihren Weg auf den Speiseplan europäischer Verbraucher*innen gefunden. In den letzten vier Jahren hat Deutschland jährlich mehr als 7.500 Tonnen Paranüsse importiert, von denen ein Großteil aus dem südwestlichen Amazonasgebiet, d. h. aus Brasilien, Peru und vor allem Bolivien stammt. Trotz des exponentiellen Konsums dieser Nuss sind die Lebensbedingungen der Gemeinschaften, die sich mit dem Sammeln, dem Trocknen und dem Schälen dieser amazonischen Frucht befassen, noch wenig bekannt. Während dieser Veranstaltung werden wir daher die Beziehung zwischen dem Regenwald und den Familien, deren wirtschaftliches Einkommen von der Sammlung und Gewinnung von Paranüssen abhängt, näher beleuchten.

Wir werden kritisch darüber nachdenken, mit welchen Herausforderungen die in den Schutzgebieten lebenden Familien konfrontiert sind und wie der Alltag der Personen aussieht, die an den verschiedenen Stationen der Produktionskette der Paranuss beteiligt sind, bevor diese den europäischen Markt erreichen. Wir werden beleuchten, wohin der größte Teil des wirtschaftlichen Wertes der Paranussproduktion fließt und nach den Beziehungen zwischen dem Wald und den an der Sammlung der Paranüsse beteiligten Gemeinden fragen. Unsere Einblicke in die Realität von Familien im südwestlichen Amazonasgebiet werden durch audiovisuelles Material unserer letzten Forschungsreise in der Region untermalt.

 

 

 

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Datum

16 Sep 2022

Uhrzeit

18:30 - 20:30